Zu einem außergewöhnlichen Arbeitstreffen haben sich der Wiener Stadtgartendirektor Rainer Waisgram, Bezirksvorsteher Erich Hohenberger und Park Working Gründerin Stephanie Drlik Mitte September diesen Jahres getroffen. Außergewöhnlich, denn das Treffen fand ganz im Sinne von „Park Working“ im Freien bei Sonnenschein und milden Temperaturen im schönen Arenbergpark in Wien Landstraße statt. Dank an Bezirksvorsteher Erich Hohenberger und Stadtgartendirektor Rainer Waisgram für die Unterstützung des neuen Park Working Nutzungskonzepts, das Wien wieder ein Stück resilienter gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels machen wird.
Beinahe 3 Jahre haben wir gemeinsam mit der Stadt Wien geforscht und getüftelt, um Menschen das „draußen“ Arbeiten und Stromladen zu ermöglichen. Auf den ersten Blick scheint die Aufgabe überschaubar, doch eine Metropole wie Wien muss vielerlei Anforderungen gerecht werden. Daher geht es bei weitem nicht nur um eine technische Optimierung. Gerade im öffentlichen Raum gilt es bei der Einführung neuer Konzepte Überzeugungsarbeit zu leisten, Unterstützer:innen zu finden und natürlich die Grundsätze der Barrierefreiheit, der Robustheit, der Nachhaltigkeit und der Leistbarkeit einzuhalten. Für die Stadt Wien war jedenfalls von Anfang an klar, dass die Park Working Stationen solarstrombetrieben und somit Stromnetz-autark konzipiert sein sollen, um einen niederschwelligen Beitrag zur Versorgungssicherheit der Menschen zu leisten. Die Wiener Park Working Stationen wurden zudem als kostenloses Angebot für alle Bürger:innen der Stadt entwickelt, eine Nutzung ohne Zugangshürden war daher Voraussetzung. Und – die Idee auf dem das Konzept vorallem beruht – die Park Working Stationen werden in kühlen, schattigen Parkanlagen errichtet, um Alternativen zu überhitzten Innenräumen zu schaffen, Stichwort Hitzeprävention. Denn schließlich ist das Park Working Konzept Teil des Wiener Hitzeaktionsplans, der den Einsatz von schattigen Arbeitsplätzen in Parks empfiehlt, um Menschen temporär während Hitzeperioden zu entlasten.
Nach über zwei Jahre Testphase im realen Stadtlabor hat es unser Park Working Prototyp nun in die Umsetzung geschafft. Der Basistyp, der in Wien zum Einsatz kommen wird, ist schlicht gestaltet, denn wir haben auf unnötiges Schnickschnack zu Gunsten einer hohen Robustheit und Wirtschaftlichkeit für Stadtkommunen verzichtet. Die als Niedrigstrom-Insel-PV-Anlage konzipierten Ladestationen, liefern sauberen Solarstrom, der über USB Ports beziehbar ist. Damit die Stromversorgung auch an drüben Tagen gewährleistet werden kann, verfügen die Park Working Stationen über eine integrierte Batterie.

Eine Infotafel erklärt wie Park Working funktioniert, wobei die Nutzung denkbar einfach ist: Mobile Arbeitsgeräte und USB Ladekabel einpacken, in den schattigen Park kommen, weiterarbeiten und dabei die kühle Umgebung genießen Fotos: (c) Markus Liebsch
